Duits Bloed, Dutch, Deutsch in Holland

Projekt

Entwicklung und Gestaltung von Unterrichtseinheiten Deutsch für niederländische Schulen der Sekundarstufen und zwar von der Bühne aus mit Gedichten und Liedtexten.

Der deutsche Zeigefinger

Ein holländischer Schuldirektor hat mir sehr deutlich gesagt, daß wir Deutschen zu oft den Zeigefinger heben, wenn wir etwas sagen. Nicht nur den sich meldenden Zeigefinger, Hallo, ich weiss was, sondern den belehrenden, Hallo, ich weiss was besser. Und dieses besser wissen sollten wir besser lassen, als Deutsche hier in den Niederlanden.

Über diese Belehrung habe ich nachgedacht. Und ich bin zu der Entscheidung gekommen, die euch und euren Direktor vielleicht nicht überraschen, hoffentlich aber auch nicht enttäuschen wird.

Ich tu das nicht. Ich lasse den Zeigefinger nicht weg. Ich zeige ihn. Denn aber ganz genau das ist ein wichtiger Teil der deutschen Dichter und Denker. Dieser Zeigefinger. Wir haben viele Kilometer Bücher aus den letzten Jahrhunderten im Regal, deren Schriftsprache diesen Zeigefinger benutzt, ihn soger verlangt, und auch beweist, daß er unumgänglich, nötig und nützlich ist. Ihr könnt ihn ja weglassen, ihr Niederländer mit eurem Erasmus, Calvin und Spinoza, Ihr mit eurer Kaufmannsmoral und vor allem mit diesem Mythos von Freiheit und Toleranz. Ich aber bin Deutscher, mit Zeigefinger.

Rede an die Jugendlichen

Ihr wisst allesamt, daß eure Zukunft entweder oder ist. Das ist immer so bei Entscheidungen. Ihr habt in den letzten Jahren begriffen, daß die Welt in die ihr reinwachsen sollt, nicht unbedingt á priori, von vornherein, die eure ist. Aber sie kann es werden. Ihr könnt diese Welt gestalten. Das habt ihr begriffen. Durch Erfahrung und Denken. Hand und Hirn in Balance, also Wechselspiel.

Jetzt kommts:

Egal wie ihr euch entscheidet, total egal, absolut und vollkommen egal, ob ihr Bauern oder Wissenschaftlerinnen werdet, Familien gründet oder Bestattungsunternehmer braucht, ihr werdet auf jeden Fall und ausnahmslos immer eure eigenen Stärken und ebenso eure eigenen Schwächen erleben. Ihr werdet viele intensive Momente der Entscheidungen erleben und begreifen.

“Was soll ich tun?” Diese Frage taucht in eurem Leben stets öfter auf, und die Umstände, in denen diese Frage sich stellt, sind euch meistens fremd. Fremd, weil neu, noch nicht begriffen. Unerfahren ist das Fremde im Eigenen und das Eigene im Fremden ist unheimlich, nicht geborgen. Das ist die Welt des erwachsenen Seins, das ist, was euch erwartet im Leben.

Egal, wie ihr euch entscheidet. Es ist vollkommen egal. Ihr werdet trotzdem erwachsen.

Die Frage ist aber: Werdet ihr erwachsen in einem Zeichentrickfilm, in einem Horrorfilm, in einem Bierkasten oder in einem Lied, in einem Gedicht? Und von dieser Entscheidung hängt auch ab, mit wem ihr erwachsen werdet.

Werdet ihr erwachsen mit simplen und künstlich hergestellten Vorbildern von aussen, oder geht ihr den schweren, schwierigen Weg nach innen und versucht ernsthaft euch selbst heraus zu finden?

Idole sind solche Vorbilder und die Beschäftigung mit Idolen und deren Qualität ist spannend, wichtig und ergiebig.

Hier nun einer meiner Idole.
 

 

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